Wappen GroßthiemigHerzlich willkommen auf der Internetpräsenz der Schradenlandgemeinde Großthiemig.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen stets die neuesten Informationen in, um und aus Großthiemig bieten.

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Neuer Einsatzbericht der FFw Großthiemig

Freiwillige FeuerwehrDie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig wurden am 20.02. zu ihrem ersten Einsatz im Jahr 2012 gerufen. Alle Details zum Einsatz hier.

Neue Sirene

Freiwillige FeuerwehrAufgrund Alarmierungsschwierigkeiten (viele Kameraden im Ort konnten die Sirene auf Denkmalplatz nicht hören) war es notwendig, eine neue Sirene an der Großenhainer Str./ Ecke Ölsnitzer Str. (Friedhof) zu installieren.

Der Aufbau erfolgte durch die Firma Hörmann und wurde heute am 30.03.2011 in Betrieb genommen.

Die Probealarmierung erfolgt weiterhin jeden Mittwoch um 15.00 Uhr.

LR: Drei Ödlandbrände binden Feuerwehren

Lausitzer RundschauZu gleich drei Bränden mussten die Feuerwehren am Dienstag und Mittwoch ausrücken. In einem Fall umsonst.

Am Birkenweg in Großthiemig hatten sich am Dienstag gegen 18.10 Uhr etwa 200 Quadratmeter Ödland entzündet. Die Wehren aus Hirschfeld und Merzdorf löschten. Kurz davor mussten Kameraden aus Plessa ausrücken, um einen Brand am Elsterdamm zwischen Kahla und Plessa zu löschen. Etwa 100 Quadratmeter Ödland brannten dort.

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LR: Hochwassereinsatz und viele Beförderungen

Freiwillige Feuerwehr

„Die Freiwillige Feuerwehr Großthiemig hat 22 Mitglieder in der operativen Gruppe. Im vergangenen Jahr gab es sieben Alarmierungen“, zog am vergangenen Freitag der Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig, Jens Morawe, Bilanz über die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Darunter habe es drei Brände sowie Hilfeleistungen bei einem Verkehrsunfall und den Hochwassereinsatz gegeben.

»Manche Einsätze waren schon ganz schön heftig. Doch gemeinsam haben wir in guter Qualität geholfen. Dafür danke ich allen Kameraden«, so Jens Morawe.

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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig

 

Am 01.06.1924 wurde in Großthiemig eine freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Feuerwehr hat in ihrer 80- jährigen Geschichte unseres Ortes ein großes Stück seines Weges begleitet. Die 80 Jahre ihres Bestehens waren eine Zeit mit Höhen und Tiefen, Freiwilliger- und Pflichtfeuerwehr.

Chronik 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr

 

 

 

 

 

Um die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig auch für künftige Generationen zu bewahren wurde begonnen diese Chronik zu schreiben.
Leider ist diese noch sehr lückenhaft, da Wissen und Erlebtes in Vergangenheit geriet.

Alle, die diese Chronik lesen und Aussagen vertiefen, ergänzen oder verbessern können, werden gebeten sich an die Autoren zu wenden, um diese fortschreiben zu können.

 

 

 

 

 


 

1920 - 1930

 

Der erste Brand

In der Hausnummer 125 bei Ziegenbalg auf der kleinen Seite brach der erste Brand aus. Das Feuer wurde durch Wind weitergetragen. Schließlich erreichte es schreckliche Ausmaße. 26 Gehöfte wurden zerstört bzw. in Mitleidenschaft gezogen.
Diese Katastrophe im Jahr gab den entscheidenden Anlass zur Gründung einer Feuerwehr in Großthiemig.
Es mussten aber erst vier Jahre vergehen, bevor es möglich war die notwendigen schritte für die Gründung der Feuerwehr zu unternehmen. So fehlten einmal die erforderlichen Mittel, die von der Gemeinde aufgebracht werden mussten und zum andere sogar die notwendige Einsicht einiger damaliger Vertreter der Gemeinde.

 

Gründungsjahr 1924

Der Radsportverein beschloss dann die Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Gründungsdatum war der 01.06.1924. Das erste Spritzenhaus, so wurde das Gerätehaus damals genannt, befand sich in den ersten Jahren am Friedhof (heutiges Kirchengelände). Der Leiterschuppen befand sich unmittelbar neben dem Spritzenhaus. Dieser Bereich nannte sich zu dieser Zeit "Schulplatz".

 

Erste Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr

Ausgerüstet war die Feuerwehr damals mit einer Handdruckspritze (Baujahr ca.1885) und Leitern. Diese Handdruckspritze wurde von 6 Männern zum Einsatzort gezogen. Als Feuerwehrschläuche wurden unteranderem genietete Lederschläuche eingesetzt. Diese Handdruckspritze und ein Lederschlauch sind noch heute im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig.
In den ersten Jahren erfolgte die Alarmierung noch durch Läuten der Kirchenglocken.

 

Verbindung zum Kreisfeuerwehrverband

1920 bis 1930 kamen eine Reihe neuer Regelungen im Brandschutzgesetz zur Geltung.
1923 verfügte der Minister des Inneren die Verpflichtung, dass die Gemeinden die Kosten für die Organisation einer Feuerwehr selbst zu tragen haben. 1925 wurde festgelegt, dass Beiträge für den Kreisfeuerwehrverband vom Kreis getragen werden. Weitere Neuregelungen waren unteranderem bestehender Versicherungsschutz für den Feuerwehrmann bei der Dienstdurchführung, die Wasserversorgung und die Hydranten sind durch die Feuerwehren zu unterhalten.
Jegliche Politik sollte von den Feuerwehren ferngehalten werden, zudem kam es zu einer Verbindung des Feuerwehrwesens mit dem Krankentransportwesen. Vier Jahre später, am 01.01.1929, umfasste der Kreisverband 24 Wehren mit 1409 aktiven Kameraden, 12 Motorspritzen, 43 Saug- und Druckspritzen und insgesamt 9875 Meter Druckschläuche. In dieser Zeit wurde die Bekleidungsordnung noch vom Kreis beeinflusst.

 

5- jähriges Bestehen der der Freiwilligen Feuerwehr

Das erste größere Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr wurde am 15./16. Juni 1929 gefeiert und der erste Festappell fand anlässlich des 23. Kreisfeuerwehrverbandtages statt.
Am Samstag dem 15. Juni, dem ersten Tag der Feierlichkeiten, fand man sich bei Uhlig Rudolf zur Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes ein. Dort erstattete man den Jahresbericht in Anwesenheit der Ehrengäste Landrat Röhring und Herrn Thron von der Feuersozietät ab. Am Abend veranstaltete man einen Kommerz im festlich geschmückten Saal von Müller mit reichhaltigem Kulturprogramm.
Ein Feuerwehrliederbuch aus dem Jahre 1926 bekundet die Sangeslust der Großthiemiger Wehr.
Am Sonntagmorgen wurden die Feiernden um 5.00 Uhr von einer durch das Dorf ziehenden Kapelle geweckt. Kurz vor 9.00 Uhr traf man sich zum Festgottesdienst in der Kirche. Am Nachmittag simulierte man einen Brandangriff und einen Mopedunfall an der Schule. Dies demonstrierte das gute Zusammenwirken der Feuerwehr und der Sanitätskolonne
Schraden / Hirschfeld. Später folgte ein Festumzug durch den Ort bis zur Tribüne auf dem Festplatz. In der nachfolgenden Festansprache wurde die Grundsatzung der Veranstaltung nochmals betont.

 

 


1931 - 1945

 

Aus dem Tafelbild zum Kameradschaftsabend der Feuerwehr Großthiemig vom 09. Februar 1935 ist bekannt, dass der Wehr zu diesem Zeitpunkt 59 Kameraden und 2 Kameradinnen (Elsa Trobisch und Liesbeth Richter) angehörten.

Auf dem Tafelbild vom 13. Februar 1937 waren es 56 Kameraden eine Kameradin (Anna Marle).
Frauen waren damals eine Seltenheit in den Reihen der Feuerwehr, doch der  Wehrführer Hermann Wachtel akzeptierte diese mutigen Frauen.
Der Inhalt dieser Tafelbilder dokumentiert die Stellung der Kameradschaft in der Wehr.
In den Jahren 1935 und 1936 kam es Neubau eines zweiten Spritzenhauses am Denkmalsplatz, dessen Einweihung beging man am 01.05 1936. Zudem kam mit dem 2. Weltkrieg eine Sirene auf das Gerätehaus, welche 1975 durch drei weitere ersetzt wurde.

 

Ein Kommentar von Elli Münch geb. Posselt:

Frauengruppe in der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig

Von 1940 bis nach dem Krieg gab es auch eine Frauengruppe in der Feuerwehr dem auch die Männer waren alle im Krieg, aber die Gruppe hatte 2 Einsätze, Blitzschlag bei Max Kirsche und Kirchturm in Großkmehlen. Aufgeklärt waren wir nicht, denn beim  Einsatz bei Max Kirsche hatte ich Vatels Stiefel versengt und keiner wusste das wir versichert waren. Unser Wehrleiter war Wilhelm Wachtel. Am Kirchhof war sonntags Übung und Kirsche Max kam und sagte: "Scheiß auf eure Feuerwehr, bei uns brannte sowieso nicht", dafür wurde er sehr schnell bestraft, denn nächste Woche kam ein Gewitter und der Blitz schlug bei Max Kirsche im Torhaus und Heuboden ein, wo Heu und Getreide gelagert waren und brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Nach Großkmehlen zum Einsatz mit der Handdruckspritze die bis Kmehlen geschoben werden musste von den Frauen der Gruppe und den paar Rentnern die noch da waren.
Nach dem Krieg ist die Frauengruppe wieder eingegangen.

 

 


 

1946 - 1961

 

Die ersten Gesetze

Aus den Nachkriegsjahren ist nur sehr wenig bekannt. Am 01.03.1949 wurde die gesamte Technik an den Löschgruppenführer Stange Richard übergeben.
Am 18. Januar 1956 wurde das Gesetz zum Schutz vor Brandgefahren und die erste Durchführbestimmung zu diesem Gesetz beschlossen. In der Präambel dieses Gesetzes heißt es unteranderem: "Der Brandschutz ist ein wichtiger Teil der staatlichen Maßnahmen, die der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dienen". Sie beinhaltet weiterhin die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren und den Aufbau des Vorbeugenden Brandschutzes.
Im Zuge dessen wurden Brandschutzbeauftragte für einzelne Strassen benannt. Dies waren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Die Ausbildung erfolgte durch den Kreis. Zur Organisation der Arbeit der Feuerwehr bei größeren Einsätzen wurden Wirkungsbereiche gebildet. Wirkungsbereichleiter unseres Bereiches war der Kamerad Helmut Beger.
In den nachfolgenden Jahren hat die Wehr einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) mit Holzaufbau erhalten.

 

 


1962 - 1973

 

Gründung Pflichtfeuerwehr und ihre ersten Wehrführer

Am 04.07.1962 wurde die Pflichtfeuerwehr für männliche Bürger der Jahrgänge 1925 - 1929 unter dem damaligem Bürgermeister Paul Jacob, dem Wehrleiter Gündel Werner und dem Kreisbrandmeister Bost (?) aus Bad Liebenwerda eingeführt. Nach Gündel Werner war Klemm Werner für ein Jahr Wehrleiter. Danach war die Wehrleitung bis 1970 unbesetzt, deshalb fand am 17.04.1969 eine Leitungssitzung statt. 1971 übernahm Thieme Rudolf auf Drängen durch die Bürgermeisterin Balzer und dem Bereichsleiter Beger Helmut die Wehrleitung bis einschließlich 1985.

 

Technik dieser Zeit

Am 12.07.1965 bekam die Freiwillige Feuerwehr Großthiemig einen neuen TSA mit Blechaufsatz.
Dieser Anhänger wurde mit Hilfe von Feuerwehrmännern oder einem Traktor zum Einsatzort gezogen. Um die Bereitschaft der Technik zu gewährleisten, wurde ein Vorspanndienst (meist von der LPG) verpflichtet.
Dieser Vorspanndienst wurde als die Wehr einen grünen Garant bekam kurzfristig hinfällig. Dieser Garant war ein ausgedienter Mannschaftswagen aus Armeebeständen. Bei einer Fahrt nach Plessa wurde der Kamerad Ulrich Marle von der Polizei angehalten und ihm gedroht: " Wenn er nicht sofort zurückfährt und das Fahrzeug stilllegt, wird ihm die Fahrerlaubnis entzogen". Das Fahrzeug wurde unmittelbar danach vom Kreis wieder eingezogen und wir hatten wieder einen Vorspanndienst.

 

Gründung der Jugendfeuerwehr

Am 05.07.1967 wurde die erste Jugendgruppe benannt. Auf diese Weise versuchte man Jugendliche an die Aufgaben eines Feuerwehrmannes heranzuführen. Die Arbeit mit den Jugendlichen war in den folgenden Jahren und ist auch heute noch ein Eckpfeiler für die Nachwuchsgewinnung einer Freiwilligen Feuerwehr.

 


1974 - 1995

 

 

 

 

Gruppenbild der Jugendfeuerwehrgruppe aus dem Jahr um 1980
Gruppenbild der Jugendfeuerwehrgruppe aus dem Jahr um 1980

 

 

 

Jugendfeuerwehr bei einem Dienst mit dem damaligem Jugendfeuerwehrwart Georg Rimke
Jugendfeuerwehr bei einem Dienst mit dem damaligem Jugendfeuerwehrwart Georg Rimke

 

 

 

Neuere Technik
Im selben Jahr, 1975, wurden 3 neue Sirenen, auf dem Gemeindeamt, der Schule und auf dem Wohnblock errichtet, wobei die bisherige Sirene auf dem Gerätehaus abgebaut wurde.
Ein noch einsatzfähiges Fahrzeug, ein roter GARANT des Typs K 30, wurde uns am 01.08.1977 von der Freiwilligen Feuerwehr Gröden überreicht. Nur sieben später, am 09.04.1984, sprach man uns ein neueres Einsatzfahrzeug zu, hierbei handelte es sich um ein geländegängiges Löschfahrzeug "LO-LF8-STA", welches bis zu diesem Zeitpunkt der Feiwilligen Feuerwehr Elsterwerda gehörte. Dadurch wurde eine größere Fahrzeughalle notwendig.

 

Garagenbau
Baubeginn der Garage war am 27.08.1985. Der Anbau konnte hauptsächlich durch Eigeninitiative der Kameraden, sowie der Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Wilhelm Richard und Herrn Wunderlich Martin von der LPG verwirklicht werden. Da zu dieser Zeit nicht genügend Baumaterial zur Verfügung stand, z.B. Zement, stellten es Kameraden auch aus Privatbeständen zur Verfügung. Erst dadurch konnte dieses Bauvorhaben realisiert werden. Die Einweihung fand am 07.10.1986 statt.

 

60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Großthiemig im Jahr 1984

 

 

Gruppenbild vom 60- jährigen Bestehen der Feuerwehr
Gruppenbild vom 60- jährigen Bestehen der Feuerwehr

 

 

Neues Brandschutzgesetz
Am 07.08.1991 erschien ein neues Brandschutzgesetz, dieses wurde den Strukturen der Bundesrepublik Deutschland angepasst. Neue Aufgaben für die Feuerwehren ergaben sich, speziell auf dem Gebiet der Hilfeleistung und dem Umweltschutz. Nach einer Überarbeitung erschien am 08.03.1994, das heutige Gesetz über den Brandschutz und der Hilfeleistung bei Unfällen und öffentlichen Notständen des Landes Brandenburg, dem Brandschutzgesetz.
Damit ging die Trägerschaft für den Brandschutz von der Gemeinde zum Amt über. Die Wehrleitungen der Freiwilligen Feuerwehren im Amt Schradenland arbeiten seit den 60er Jahren im Wirkungsbereich damals unter Leiter des Kameraden Beger Helmut und ab 1975 des Kameraden Thiele Klaus eng zusammen. Mit dem Wechsel der Trägerschaft zum Amt wurde Thiele Klaus zum Amtsbrandmeister bestellt.

 

Neugründung der Jugendfeuerwehr
Die Herausbildung einer Jugendfeuerwehr hatte ihren Anfang vor etwa 32 Jahren. 1993 wurde die Jugendfeuerwehr durch den Kameraden Petrenz Fred neu gegründet und in Bonn angemeldet. Diese Jugendfeuerwehrgruppe wurde in Sachen Brandbekämpfung und vorbeugender Brandschutz ausgebildet. Neben zahlreichen Erfolgen beim Feuerwehrkampfsport konnte auch eine Gruppe am 17.10.1999 in die operative Gruppe aufgenommen werden.

 

70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Großthiemig im Jahr 1994

 

 

Gruppenbild beim Tanzabend des 70- jährigen Jubiläum
Gruppenbild beim Tanzabend des 70- jährigen Jubiläum

 

 

 

Jugendfeuerwehr in den alten Uniformen
Jugendfeuerwehr in den alten Uniformen

 

 

Partnerschaftsgründung
Mit der Ansiedlung der Firma Renz in Großthiemig entstand eine Partnerschaft zur Freiwilligen Feuerwehr Emmingen. Im Jahre 1994 erfolgte eine feierliche Übergabe eines
LF 8 Mercedes Benz durch die Firma Renz aus dem bisherigen Bestand der Emminger Wehr. Damit verfügte die Großthiemiger Wehr erstmalig über ein Löschfahrzeug mit geschlossener Mannschaftskabine und einer Selbstsaugenden Vorbaupumpe.

 

 

Gruppenbild von der Fahrzeugübergabe

Gruppenbild von der Fahrzeugübergabe

 

 

Übergabe an den damaligen Wehrführer

Übergabe an den damaligen Wehrführer

 

1. Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Emmingen, anlässlich einer Fahrzeugübergabe

 

 

Einladung der Emminger Feuerwehr zu einer Fahrzeugübergabe

Einladung der Emminger Feuerwehr zu einer Fahrzeugübergabe

 

 


 

1996 -2004

 

In den Jahren 1995 und 1996 wurde das 1936 erbaute Gerätehaus bis auf die Grundmauern abgerissen und wieder neu aufgebaut. Den Einzug feierte man am 24.081996. Durch den Umbau erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus, welches den Unfallverhütungsvorschriften  entspricht. Einen Schulungsraum, eine Küche, Sanitärräume (Toiletten-, Dusch- und Waschräume), Lagerräume und eine Werkstatt für die Pflege der Technik. Mit dem Umbau wurde auch eine neue Alarmierungsanlage auf dem Dach des Feuerwehrturms installiert. Dadurch konnten auf dem Wohnblock, der Schule und dem damaligem Gemeindeamt wieder demontiert werden.

 

Bilder von der Einweihung des neuen Gerätehauses vom 24.08.1996

 

Gruppenbild der gesamten Wehr bei der Ansprache des Wehrführers

Gruppenbild der gesamten Wehr bei der Ansprache des Wehrführers

Schlüsselübergabe vom Amt an den Wehrleiter

Schlüsselübergabe vom Amt an den Wehrleiter

Gruppenbild nach der Übergabe der Großthiemiger Feuerwehrflagge

Gruppenbild nach der Übergabe der Großthiemiger Feuerwehrflagge
Übergabe des alten Fahrzeuges
Am 18.09.1996 überreichte die Freiwillige Feuerwehr ihr Löschfahrzeug vom Typ LO-LF 8 an die Freiwillige Feuerwehr Hirschfeld.
Noch im selben Jahr konnte die Freiwillige Feuerwehr aus Großthiemig an die sehr guten Ergebnisse der früheren Wettkampfjahre anknüpfen.
Wettkampfstatistik des Jahres 1996
1. Platz    Kinder unter 14 Jahre        in Merzdorf
2. Platz    Kinder unter 14 Jahre        in Merzdorf
2. Platz    Kinder über 14 Jahre        in Merzdorf
1. Platz    Männer            in Merzdorf

Wettkampfstatistik des Jahres 1997
1. Platz    Jugend über 14 Jahre    in Merzdorf
2. Platz    Mädchen unter 14 Jahre    in Merzdorf
3. Platz    Mädchen unter 14 Jahre    in Merzdorf

 

 

Gruppenbild von den siegreichen Mannschaften vom Wettkampf in Merzdorf

 

Die Feuerwehr zählte zu diesem Zeitpunkt insgesamt 61 Mitglieder, davon waren 37 in der operativen Gruppe, 6 Frauen, 2 Ehrenmitglieder und 6 Jungen und 10 Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Auch in dieser Zeit stand die Kameradschaft in der Wehr im Vordergrund.
So war die Wehr auch ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Großthiemig.
Die Wehr gestaltet seit 1992 den Topfmarkt und den Weihnachtsmarkt als Höhepunkte im Dorf. Auch in der Gemeindevertretung arbeiten Kameraden wirkungsvoll mit.

 

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Das 75- jährigen Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr wurde im Juni 1999 mit gossen Aufwand gefeiert. Das Fest begann mit einer Großübung bei der sich alle Wehren des Amtes die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda mit ihrem Drehleiter- Einsatzfahrzeug und das DRK beteiligten. Zuerst wurde ein Unfall simuliert, bei dem ein Auto auf die Seite gekippt ist und eine Person eingeklemmt war. Nun war der Grödner Feuerwehr gefragt, welche die verletzten Personen mit Hilfe vom Spreiz- und Schneidwerkzeug befreit hat.
Im Anschluss daran wurde ein Feuer in einem leerstehenden Gebäude vorgetäuscht. Hier war das Zusammenspiel der Kameraden des Amtes und des DRK gefragt. Zu diesem Spektakel kamen sehr viele Besucher, um einen Einblick in die Abläufe bei einem Einsatz zu bekommen.
Für die Jugendfeuerwehr wurden ein paar Schnelligkeitswettbewerbe, wie Schläuche ausrollen und Knoten binden durchgeführt.

Am Abend ging es dann zum gemütlichen Teil über, man traf sich am Gerätehaus, um dort ein Gruppenfoto zu knipsen können und marschierte dann gemütlich im Gasthof "Zur Linde" ein. Es gab zu essen, zu trinken, es wurde gesungen, gelacht und getanzt! Alles im allen war dieser Abend auch wegen der vielen Showeinlagen ein sehr schöner Abend.

 

Neues Feuerwehrfahrzeug in Großthiemig
Ortswehrführer Fred Petrenz, Techniker Jens Morawe und die Feuerwehrwehrleute Frank Linge sowie Maik Schober haben das Löschfahrzeug vom Typ "MAN - LF 8 - 6" in Rensdorf nahe der dänischen Grenze von der Firma Ziegler Feuerwehrtechnik abgeholt.
In Großthiemig wurden sie vom Bürgermeister Georg Rimke und Ordnungsamtsleiterin Sylvia Petrenz wie auch einigen Feuerwehrleuten würdig empfangen. Das Fahrzeug verfügt über eine Normbestückung, sowie eine Sonderausstattung für den Schaumschnellangriff.
Daneben ist es mit einem Tempestlüfter, einem Belüftungsgerät zum schnellen Entlüften von Qualmgasen zugesetzten Gebäuden ausgestattet.
Am darauf folgenden Samstag wurde das Fahrzeug mit weiterer Technik bestückt. Einen tag vor Heiligabend  fand dann die Einweisung und die Indienststellung statt.
Bürgermeister Georg Rimke war es, der schon fünf Jahre früher, die Anschaffung der neuen Fahrzeuge im Amt angeregt hatte, leider bestanden jedoch keine Fördermittel für die neue Feuerwehrtechnik bereit.
Mit der Neuanschaffung wurde in Großthiemig ein altes Mercedes - Benz Löschfahrzeug außer Dienst gestellt. Über 32 Jahre lang hat es treue Pflicht erfüllt, davon 25 Jahre bei der Partnerfeuerwehr in Emmingen.

 

 

Das neue Löschfahrzeug der Großthiemiger

Das neue Löschfahrzeug der Großthiemiger

 

Vier neue Löschfahrzeuge für die Wehren im Schradenland
Es war ein beeindruckender Anblick: Die Kameraden der Schradenländer Feuerwehren, Kreisbrandmeister, Amtsbrandmeister,  Vertreter des Amtes Schradenland, Nachbar- und Partnerwehren, die Bürgermeister und Gemeindvertreter der vier Schradengemeinden und Vertreter der Herstellerbetriebe der Fahrzeuge - sie waren alle zum Festappell anlässlich der Übergabe der neuen Technik.
Amtsdirektorin Christa Schliebe schilderte den langen Weg vom Wunsch nach neuen Löschfahrzeugen bis zum großen Tag der Übergabe. In Großthiemig kam man auf den Gedanken, dass alle Wehren jährlich Geld ansparen sollten, um später gemeinsam neue Technik zu kaufen. Kameradschaft, Einigkeit, Zielstrebigkeit und Ausdauer führten zum Erfolg. So konnte der Amtsausschussvorsitzende Dr. Hartwin Zirm den Wehrleitern von Großthiemig, Hirschfeld, Gröden und Merzdorf die Schlüssel für ihre neuen Fahrzeuge überreichen.
Die Aufgaben der Feuerwehr bestehen in der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung bei Unfällen. Das erforderte eine Spezialisierung innerhalb der Wehren.
Die Großthiemiger Wehr bekam ein Gerät zur schnellen Belüftung von Räumen, die Hirschfelder ein Tanklöschfahrzeug mit entsprechenden Möglichkeiten zur Schaumherstellung, die Grödener Spreizer und Schere zur Hilfeleistung bei Unfällen und die Merzdorfer Spezialgeräte zur Wasserrettung.

 

Vertreter der Öffentlichkeit, der Nachbarwehren, der Partnerwehren und der Fahrzeughersteller überbrachten Glückwünsche. Im Anschluss an die Feierlichkeiten der Fahrzeuge, konnte sich die Bevölkerung die neue Technik besichtigen

 

 


 

Feuersbrünste in Großthiemig

 

1717 Durch 2 Unwetter mit Blitzschlägen verbrannten 7 Scheunen.
1726 Während des Dreschens schlug ein Blitz in Nicklisch Christophs Scheune ein, Scheune, Ställe samt Getreide, Futter und Vieh wurde vernichtet.
1729
Durch Blitzschlag brannten 5 Häuser und 2 Scheunen ab, es war ein entsetzliches Feuer.
1806

Bei Georg Kunden auf der Kirchspiele schlug der Blitz ein und das Haus stand plötzlich in hellen Flammen. Das Feuer griff schnell um sich, breitete sich zu beiden Seiten aus und aufwärts brannte es bis zu Trobisch Gottfried und unterwärts bis zu Linge Christian.

In nur 4 Stunden wurden 26 Gehöfte, in den 40 Familien wohnten, mit allen Vorräten ein Raub von Flammen.

1827
Durch Blitzschlag wurden 6 Gehöfte zerstört.
1834
Auf dem Berg brannten 12 Gehöfte ab.
1844
Im Flammenraub wurden 9 Gehöfte zerstört.
1847
Vom Richterwinkel früh 5 Uhr verbreitete sich das Feuer zu beiden Seiten, flog über den Bach hinüber und äscherte sämtliche Gehöfte von Bruntsch- Richter bis Wenzel-Richter ein. Im ganzen 46!!!
Auch die sämtlichen Wirtschaftsgebäude der Pfarre und des Diakonates erlagen den Flammen. Die Glut schlug bis oben an den Kirchturm und das Holzwerk der Durchsicht brannte schon.
1849
In der Hiffelgasse brach ein Feuer aus und 6 Gehöfte wurden zerstört.
1852
Von 4 bis 7 Uhr brannten 26 Gehöfte ab. Untere Seite der Lauschgasse von Klemm-Hirsch bis Häusler-Harig.
1881
Ein kalter Schlag traf den Kirchturm und riss vom oberen Säulenteil an, der die eigentliche Spitze trägt, die Bedachung des Turmes in einer Breite von etwa 3 m und in einer Länge von 20 m herunter. Zum Teil wurde die starke Mauer gespalten und das Gestühl des Glockenturms stark erschüttert. Schlaghammer, Uhrwerk und Ziffernblatt wiesen Schäden auf. Viel Putz wurde heruntergerissen. Teile vom Altar wurden in Mitleidenschaft gezogen.
1920

In der Hausnummer 125 bei Ziegenbalg auf der kleinen Seite brach ein Brand aus. Das Feuer wurde durch Wind weitergetragen. Es folgten die Häuser 126, 127, 128, 129, 130, 132, weiter flog das Feuer zu Riedel Nr.21 (große Seite), zur Scheune bei Schumanns und dann die Nr. 18 - 13 weiter zur Kirchgasse mit den heutigen Nummern 2, 3, 4, 5, 7 und dann die Gehöfte von Linge, Wachtel, Kirsche, Fuchs, Kleine und Eifler. Gündels Grundstück wurde durch einen Nussbaum geschützt. (26 Gehöfte)

Das Gerücht, ein Mitglied des Soldatenrates soll das Feuer gelegt haben, trifft aber nachweislich nicht zu.

1935
Brand in der Mühle
1936
Brand in den Gehöften Ziegenbalg und Naumann
1944
Blitzschlag im Gehöft Kirsche Max
1945
- Richard Maß        - Haus
- Otto Böttger        - Haus
- Hermann Richter    - Scheune
- Otto Richter        - Scheune
- Emilie Schmidt    - Haus
- Wilhelm Böttger    - Haus und Scheune
- Wilhelm Grafe    - Haus
- Oskar Hausmann    - kleines Haus
- Richard Glasewald    - kleines Haus
- Martin Kunze    - Stall und Scheune
- Wilhelm Fuchs    - Haus
- Erich Rätzsch    - Haus
1951
- Brand durch Blitzschlag im Stallgebäude bei Wilhelm Richard - Hauptstrasse.
- Brand durch Blitzschlag im Stallgebäude bei Nicklisch Richard - Hopfengartenweg.
1954
Brand durch Blitzschlag im Stallgebäude bei Riedel Helmut - Hauptstrasse
1955
Scheunenbrand durch Kinderhand bei Fuhrmann Hilde
1956
Brand durch Ofenglut im Wohnhaus von Hopsch Else
1957
Stallbrand durch Blitzschlag bei Richter Frieda
1958
Scheunen- und Stallbrand bei Nicklisch Richard
1960
Explosion von Benzingasen auf dem Grundstück von Sickert Hermann
1973
Brand im Anbau bei Ott Ortrander Strasse
1985
Brand im Kohlelager der LPG
1986
Wohnhausbrand bei Frau Kobe Am Bad
1992
Silobrand in der Güterverwaltung
1993
Scheunenbrand durch Blitzschlag bei Kirsche Heiner (Hiffelweg); 1927 wurde der Onkel durch einen Blitz erschlagen und 1944 Blitzschlag im elterlichen Haus.
1996
Wohnhausbrand bei Hummel Mario Hirschfelder Strasse
1997
Brand von 3 Strohmieten an der Güterverwaltung durch Kinderhand

 

 


 

Die Wehrleiter bis zum heutigen Zeitpunkt

 

1924 - 19??
Wachtel, Hermann
19?? Stange, Richard
um 1950
Gündel, Werner
1969 - 19??
Klemm, werner
19?? - 1971
Wehrleiter unbesetzt
1971 - 1985
Thieme, Rudolf
1986 - 1998
Rimke, Georg
1999 - 2007
Petrenz, Fred
seit 2007
Morawe, Jens

 

 


 

Der Brandsonntag von 1920

 

Der Großthiemiger Brandsonntag von 1920
von M. K. Fitzkow

Im Juni 1960 sind 40 Jahre seit dem größten Brandunglück verflossen, welches mit Ausnahme des Kriegsbrandes von Plessa im April 1945, in diesem Jahrhundert eine Heimatgemeinde betroffen hat.
Der 13. Juni 1920 war ein sonniger, aber ungewöhnlich stürmischer Sonntag. Die Bauern waren bei der Heuernte und hatten ihre Not, die vom Sturm zerzausten Heuschober zusammenzuhalten. Auch auf den Schradenwiesen mühten sich überall die von Hirschfeld und Großthiemig, und in den Dörfern war die Stille des sommerlichen Sonntagvormittags.
Nach ½ 12 Uhr schlugen Flammen aus den Gebäuden des Häßlich'schen Hofes im Mitteldorf von Großthiemig, der erst vor weniger Zeit von dem Bauern Gustav Haussmann aus Selle bei Krakau gekauft worden war. Der Sturm trieb aus den Dächern lodernde Flammen zu den Nachbargehöften hinüber, die Glut raste von Gebäude zu Gebäude, übersprang einzelne Gehöfte, und in kurzer Zeit standen nicht nur Höfe im Mitteldorf, sondern auch die rechte Seite des Oberdorfes und der Großenhainer Straße in vollem Feuer. Die Bauern des Oberdorfes waren, soweit sie sich nicht auf dem Felde befanden, bei den Löscharbeiten im Mitteldorf behilflich und fanden bei ihrer Heimkehr die eigenen Höfe als rauchende Trümmer vor. Nach und nach trafen auch die Feuerwehren von Hirschfeld, Ortrand, Frauwalde, Gröden, Plessa, Blochwitz, Strauch und Elsterwerda in den brennenden Großthiemig ein, von dem her gewaltige Rauchwolken über das ganze Schradengebiet trieben. Immer wieder fachte der Sturm neue Brandherde an, und erst am späten Nachmittag gelang es, das feurige Element niederzuzwingen. 33 Gehöfte des Dorfes wurden vom Feuer betroffen, bei zehn Gehöften brannten Wohnhäuser und Ställe ab, bei den übrigen die Ställe und Scheunen. Bei zwei Gehöften waren sämtliche Gebäude in Asche gelegt.
Fast die gesamten Erntevorräte und die Wohnungseinrichtungen der heimgesuchten Höfe wurden vernichtet, einiges Vieh kam in den Flammen um. Glücklicherweise waren keine Menschenverluste zu beklagen.
In der folgenden Nacht ließ der Sturm nach. Es war unheimlich anzusehen, wie auf den Brandstellen überall im Dorf die Glut leuchtete und hier und dort erneut Flammen aufloderten. Am nächsten Tag bot dieses Dorf mit den schwelenden Trümmern und dem verkohlten Gebälk der zusammengestürzten Gebäude ein trostloses Bild. In dem Brandschutt lagen die ausgeglühten Eisenteile der zahlreichen verbrannten Maschinen, Geräte und Motoren.
Die Ursache des verheerenden Brandes wurde nie völlig klargestellt. Die zunächst bestehende Vermutung einer böswilligen Brandstiftung war nicht zu beweisen.
Schließlich sprach vieles dafür, dass spielende Kinder das Feuer angelegt hatten. Nach tiefer Niedergeschlagenheit standen die Bauern vor den rauchenden Resten ihrer einstigen Heimstätten, zehn Familien hatten allen Hausrat und ihre Kleidung und Wäsche verloren. Viele tränen flossen um liebgewordenes Gut, auch um Bilder, Bücher und Erinnerungsstücke, die unersetzlich waren.
Dazu kam, dass in diesem Jahr nach dem ersten Weltkrieg der Wert der deutschen Mark ständig im Sinken begriffen war. Die Papiergeldflut stieg an und alle Gegenstände verteuerten sich von Woche zu Woche. Viele der Abgebrannten hatten ihre Gebäude zum Friedenswert versichert und in der Meinung, dass die höhere Steuern nach sich ziehen könnte, die Nachversicherung für die gestiegenen Preise unterlassen. Mehre Gebäude und der Hausrat fast aller Familien war überhaupt nicht versichert.
So wurde der Gesamtschaden des Feuers nach den damaligen Preisen auf zwei Millionen Mark beziffert. Die Landfeuersozietät konnte aber wegen der nachlässigen Versicherung nur insgesamt 120 000 Mark auszahlen, das war der Zeitwert von zwei Scheunenneubauten. Es waren auch bei dem Ausräumen der bedrohten Wohnungen Diebstähle durch dunkle Elemente vorgekommen.
Breits am 21. Juni fand eine Besprechung des Kreisbauamtes mit den abgebrannten Besitzern über den Wiederaufbau des Dorfes statt. Ein Teil der betroffenen wollt erst im nächsten Frühjahr wieder aufbauen, sie behalfen sich notdürftig, indem sie bei anderen Bauern untergekommen waren. Bei 12 Besitzern musste der Wiederaufbau ins Werk gesetzt
werden. Viele der abgebrannten Bauern hatten bereits begonnen, neben ihrer Feldarbeit im eigenen Grauwackesteinbruch bei Brößnitz zu brechen.
Die große Not des Dorfes Großthiemig weckte im Kreis und darüber hinaus die Bereitwilligkeit zur Hilfe, wenn diese auch zuweilen seltsam anmutenden Formen betätigten. Der preußische Minister für Volkswohlfahrt sagte eine finanzielle Aufbauhilfe zu, Baumaterial stand ausreichend zur Verfügung. Der Landrat erließ einen Aufruf an die Kreisbevölkerung zur Sammlung von Geld, Heu, Stroh, Getreide, und Hausrat; es wurde reichlich gegeben, aber das Unglück von Großthiemig wurde auch Vorwand zur Veranstaltung von "Wohltätigkeitsabenden", bei denen vor allem Veranstalter seinen Verdienst fand. Am 17. Juni 1920 berichtete das "Kreisblatt" aus Liebenwerda:
"Das gestrige Wohltätigkeitskonzert im Wäldchen zum Besten der vom Brandunglück geschädigten Großthiemiger hatte eines guten Besuches zu erfreuen. Das Salomorchester füllte den prächtigen Sommerabend aus durch Vortrag bekannter einschmeichelnder Komponisten, während der jugendliche Komiker vom Städtebundtheater, Reimers, heitere Lieder zur Laute und humorvolle Rezitationen bot. Der Reinertag des Konzertes beträgt 80 Mark."
Oder unter dem 19. August:
"Als Ergebnis der Wohltätigkeitsveranstaltung für die Abgebrannten von Großthiemig hat der Direktor des Städtebundtheaters die hübsche Summe von 195,30 Mark an den stellvertretenden Landrat abführen können."
Aber in dieser Zeit kosteten ein Zentner Zement 30 Mark, eine eiserne Wagenachse 80 Mark, ein Paar Männerschuhe 160 Mark, ein Hemd 70 Mark und ein Pfund Margarine 12 Mark.
So haben die Großthiemiger wohl nur ihre Sachspenden wirklich geholfen, denn die wenigen Mark, welche die Veranstalter von " Wohltätigkeitskonzerten" aus ihren Einnahmen für einen "guten Zweck" abzweigten, reichten für eine Wagenachse oder ein Paar Schuhe.
Großthiemig hat sich wieder aus der Asche erhoben. Es finden sich immer Wege, ein Unglück zu überwinden, wenn Wille und zähe Tatkraft diese Wege suchen und der Mensch nicht verzagt.

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig

Unsere Wehr zählt insgesamt 31 Mitglieder, davon

-22 aktive Kameraden

-6 Kameraden in der Altersabteilung

-7 Frauen, davon 4 Kameradinen im aktiven Dienst

 

Es sind jederzeit neue Mitglieder in der FFw Großthiemig Herzlich Willkmmen.

Einfach zu den ausgehangenen Terminen zum Dienst melden, für einige Dienste reinschnuppern und dann vieleicht sagen

"Ja mir gefällt es, ich möchte Mitglied werden".

 

(Stand: November 2010 )

 

 


 

Jens Morawe

 

 

 

Ortswehrführer

 

 

 

 

 


 

Rene Gölker

 

 

 

stellv. Ortswehrführer

 

 

 

 





 

Julia Weber

 

 

 

Gruppenleiter Jugendfeuerwehr Großthiemig


 

Fred Petrenz

 

 

 

Mitglied der Wehrleitung


 

Kai Petrenz

 

 

 

Mitglied der Wehrleitung


Jens Grafe

 

 

 

Gerätewart

 

Dienst:

jeder 1. und 3. Montag im Monat

FFw Dienstplan 2012

   

Nächste Termine

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