Der Lauf “Rund um die Schafsbergschanze” ist für Flachlanderprobte als anspruchsvoller Lauf ausgeschrieben. Die Bildserie vom vergangenen Jahr lässt das Streckenprofil erahnen.
Ich melde mich an, bekomme meine Startnummer, ziehe mich um und laufe einen Teil der Wettkampfstrecke ab. Es ist ein stetiges Auf und Ab auf Feld- und Waldwegen. Das Wetter hält zum Glück nicht das, was der Wetterbericht versprochen hat. Der Regen bleibt aus, es scheint sogar die Sonne zwischen den Wolken durch. Aber der Wind, der stimmt. Auf den freien Stücken der Strecke pfeift er ganz schön.
Im Start und Zielbereich treffe ich bekannte Gesichter, nicht viel. Wir sehen aber ganz wenige „Nordische“. Am Start werden dann nur noch zwölf Stöcke gezählt.
Aus dem kleinen Gedränge am Start halten wir uns raus. Bei nur sechs Walkern ist das auch normal. Der Bürgermeister betätigt die Starterpistole, es wird gezählt, das Feld geht ab. Alle sind schon um die erste Kurve, da fällt erst der Startschuss. Soetwas kann auch vorkommen.
Schon nach den ersten Metern ist eine kleinere Steigung zu bewältigen, die schon bei dem einen oder anderen Läufer ordentlichen Krafteinsatz forderte. Eine sehr ortskundige Walkerin
zieht sofort an und setzt sich an die Spitze. Nach dem ersten Anstieg laufen wir an ihr vorbei. Schade, wir hätten sie gern noch ein Stück begleitet.
Einzigartig beim Lauf in Großthiemig ist der Umstand, dass der Start im Land Brandenburg erfolgt, die Strecke durch das Bundesland Sachsen geht, um zum Schluss wieder in Brandenburg einzulaufen.
Bis ca. Kilometer 2,5 – 3 km laufen die 11,2 Kilometer-Läufer und die 5,3 Kilometer gemeinsam, danach teilten sich die beiden Strecken. Aber da wir sowieso die langsamsten Teilnehmer sind, haben wir damit keine Problem. Den Verpflegungspunkt unterwegs lassen wir auch aus. Über einen langen Feldweg ging es wieder in Richtung Großthiemig zum Ziel. Das Ziel schon in der Nähe, ging es etwas bergab, dann ein Stück durch den Wald und dann war der Sportplatz erreicht. Ein Stück auf der Gegengeraden, ein Stück Asphalt und dann ist das Ziel erreicht und wie drei „Ausländer“ haben uns wieder.
Kurzes Luftholen, zwei Becher Schorle, ein Becher Tee und ein Stück Banane und der Kalorien- und Flüssigkeitsverlust ist etwas reguliert. Wir probieren einmal aus, wie es ist, nach einer solchen Veranstaltung auf dem Siegerpodest zu stehen. Die Reihenfolge stimmt auch, nur niemand ist da, um uns zu gratulieren. Die Teilnahmeurkunde mit Platzierung und gelaufener Zeit, rundet die gelungene Veranstaltung ab.
Frisch geduscht und um ein Lauferlebnis reicher geht es dann wieder zum Parkplatz.
Fazit des Tages:
Großthiemig war eine Teilnahme Wert. Ein Lauf ohne Hektik, ohne Zwischenfälle - vom verspäteten Startschuss abgesehen - mit viel Verständnis für alle Aktiven. Der einzige Wermutstropfen war hier die geringe Anzahl der Walker.
Vielleicht sollten hier alle Ausrichter und Organisatoren einmal umdenken. In der Ankündigung waren für die Walker 11,2 km möglich, bei der Anmeldung nur noch 5 km.
In die Cup-Wertung der Walker gehen die sechs besten Läufe ein, in der Regel sind das die längsten. Da hat ein 5km-Lauf wenig Chancen, ein großes Teilnehmerfeld zu erreichen.
Wir waren aber trotzdem dabei.
Ein zusätzliches Danke auch an die vielen fleißigen Helfer am Rande, vor allem an die Kuchenbäcker und -bäckerinnen. Allein schon deswegen komme ich nächstes Jahr wieder.
Ein kleiner Nachsatz:
Hat dieser Lauf wirklich stattgefunden? Aud diesen Seiten wird er nicht erwähnt und Bilder davon sind auch nicht vorhanden. Oder sollten die Uhren in Großthiemig etwas langsamer gehen?