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Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...."
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THEMA: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...."

Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 17 Okt 2009 17:40 #105

  • mschmoller
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Hallo,

kurz ein paar Anmerkungen von meiner Seite zum Artikel DSL-Bedarfsermittlung im Amt Schradenland noch im Gange.

Bernd Trobisch konstatierte für seine Gemeinde Hirschfeld, dass es keine Notwendigkeit gebe, für Hirschfeld „irgendwelche Maßnahmen für DSL“ zu ergreifen.

Logisch, steht doch in Hirschfeld der "Verteiler". Womit die Entfernung der Anschlüsse hier um ein vielfaches geringer ist und somit Geschwindigkeiten bis 6000kbit/sec problemlos möglich sind. Deswegen hat Hirschfeld ja auch "schnelles" Internet.

Anders siehts da eben in Großthiemig und Merzdorf aus. Einige Großthiemiger kommen entfernungsbedingt zumindest in den Genuß von 1500er DSL, beim Großteil ist nur 1000er oder 768er drin. Und wieder andere wären froh, überhaupt DSL-fähig zu sein.

Schon im eigenen Interesse sollte Hirschfeld, hier in Person von Bernd Trobisch, den gegenwärtigen Stand nicht kurzsichtig als Endausbaustufe ansehen, denn die Entwicklung wird weitergehen, speziell hinsichtlich der immer schnelleren Verlagerung alltäglicher Dinge in die digitale Welt. Immer mehr Haushalte werden in Zukunft einen (schnellen) Internetanschluß wünschen und auch benötigen:
  • die Bundesregierung will gern jedem Bürger eine einheitliche eMail-Adresse zur (papierlosen) Kommunikation mit den Behörden aufnötigen
  • Verlagerung von TV, Radio, Videoverleih etc. ins Internet
  • VOIP - kostengünstige Telefonie übers Netz
  • Anbindung ganz alltäglicher Sachen ans Netz: Stromzähler, Heizung, Kühlschrank, ...
  • Bewerbungen für Ausbildungsplätze und Jobs immer häufiger nur über Internet
  • usw.

Die Anzahl der Anschlüsse wird also wachsen, aber jeder "Verteiler" hat nur begrenzte Kapazitäten. Gut möglich, daß also in Zukunft eben auch die Hirschfelder auf die Warteliste für einen freien Anschluß rutschen.
Hinzu kommt, daß auch mit einem gegenwärtig als schnell bezeichneten 6000er Anschluß die multimedialen Anwendungen der nahen Zukunft kaum verwendbar sein werden. Diese bauen nämlich auf Geschwindigkeiten von 25.000 und 50.000 kbit/sec auf, die aktuell nur in Großstädten möglich sind.

So wie in Merzdorf gebe es noch keinen Rücklauf.

Etwas mißverständlicher Satz. Heißt das "genau wie in Merzdorf gibt es Großthiemig keinen Rücklauf" oder "in Großthiemig gibt es nicht so einen Rücklauf wie in Merzdorf" ?

wieviele Interessenten es für eine DSL-Anbindung gebe und bis zu welchem Preis das Interesse bestünde. Diese Aussagen seien gleichzeitig eine Orientierung für potenzielle Anbieter.

Meiner Meinung nach sollte das Formular etwas mehr konkretisiert werden. Evtl. würde schon ein Freitextfeld für Bemerkungen genügen.
Bezieht sich hier die Preisfrage auf
  • reines DSL ?
  • mit begrenztem Volumen oder Flatrate ?
  • inkl. Telefonanschluß, evtl. mit Telefonie-Flat ?
  • inkl. IPTV ?
  • ein All-inklusive-Paket ?

Sicher Fragen, die heute keiner der Gemeindevertreter beantworten kann, da letzlich vom Provider abhängig. Aber auf der anderen Seite für den Interessenten schwierig, eine Preisspanne anzugeben, da die sich bei den o.g. Möglichkeiten zwischen 5 und 100 € bewegen kann.

Vielleicht kann das ja einer der hier mitlesenden Gemeindevertreter mit in die nächste Ausschußsitzung mitnehmen
„Jede Gesellschaft, welche ein bisschen Freiheit aufgibt um etwas mehr Sicherheit zu gewinnen,
hat beides nicht verdient und wird auch beides verlieren.“
Benjamin Franklin
Letzte Änderung: 17 Okt 2009 17:41 von mschmoller.

Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 17 Okt 2009 18:57 #106

  • Ursula Olsen
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Wirkt man diese DSL-Sache im Schradenland ab, dann hat man auf jedenfall die Tür der Zukunpft zu geschlagen.

MFG Ursula Olsen

Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 19 Feb 2010 14:41 #114

  • mschmoller
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Gibts hier eigentlich schon neue Erkenntnisse ?

Passend dazu hier ein Artikel in der c't aus 2009, in dem sich vieles von dem wiederfinden läßt, was ich oben schon angemerkt hatte:
Breitbandinitiative läuft schleppend an

Ich hab dazu mal eine Umfrage auf der Startseite gestartet

Und: unter http://www.breitbandatlas-bb.de ist der Brandenburger Breitbandatlas zu finden.
Aktuell sind in Großthiemig nur 2 Bedarfsmeldungen eingetragen.
Das sollten wir ändern
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Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 02 Mär 2010 22:14 #115

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Letzte Änderung: 03 Mär 2010 07:41 von Liese.

Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 02 Apr 2010 11:59 #116

  • mschmoller
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Für alle, die nicht auf der Vollversammlung des Antennenvereins waren:
in die Internetgeschichte scheint wieder Bewegung zu kommen

Die Firma LKS aus Lauchhammer könnte Großthiemig über Richtfunk ans Netz anbinden. Von Lauchhammer würde das Ganze Richtung Antennenmast gehen, von dort weiter zum Kirchturm (sofern Kirche und Denkmalschutz ihr Einverständnis geben). Vom Kirchturm aus wird dann über ganz Großthiemig verteilt.
Voraussetzung zum Empfang:
- Sichtverbindung zum Kirchturm (keine Bäume, Gebäude o.ä. dazwischen)
- max. 4km Entfernung
Mehr zur Technik HIER.

Möglich wären dann 6000kbit/sec, laut Info-Flyer optional sogar mehr.
Buchbar sind laut Flyer:
- DSL-Anschluß und Flatrate 24,95 €/Mon.
- plus optional Telefon 5 €/Mon.
- plus optional Telefonflatrate 10 €/Mon.
Das Gesamtpaket wäre also für knapp 40 € zu haben, was durchaus vergleichbar mit den "großen" Anbietern ist

Man darf also gespannt sein und hoffen, daß aus diesem Projekt Wirklichkeit wird.

Bei der Gelegenheit vielen Dank an Bürgermeister Andreas Klemm und Amtsdirektor Thilo Richter, die sich stark für dieses Projekt engagieren
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Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 02 Sep 2010 13:33 #149

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Die Firma LKS/LKG hat das Ganze jetzt auch in Uebigau-Wahrenbrück realisiert.

Artikel in der LR:
Schnelles Internet jetzt auch in und um Uebigau-Wahrenbrück

In Uebigau ist vor Kurzem eine weitere Richtfunkanlage in Betrieb gegangen, die das Land Brandenburg aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsgesetzes finanziert hat. Der von der Firma LKG Lausitzer Kabelbetriebsgesellschaft mbH durchgeführte Ausbau des Ortsnetzes in Uebigau kann damit weitergehen.

Albrecht Gerber, Chef der Potsdamer Staatskanzlei, würdigt insbesondere die enge Zusammenarbeit von Kommune und Firma. Die LKG hätte die Ortsnetze auf eigene Rechnung gebaut, nachdem das Land ihnen mit den Richtfunkanlagen eine kostengünstige Infrastruktur zur Verfügung gestellt habe. »Dieser Weg zahlt sich für die Menschen vor Ort aus und sichert eine bezahlbare Übergangslösung.«

Ohne Sichtkontakt geht nichts

Nach LKG-Angaben sind die Sende- und Empfangsanlagen bereits seit einiger Zeit am Schornstein des technischen Denkmals Brikettfabrik »Louise« in Domsdorf angebracht. LKG-Geschäftsführer Bernd Nitzschner erklärte, dass Einwohner, die im Radius von circa vier Kilometern um den »Louise«-Schornstein herum leben, nun schnell im Internet surfen können - sofern von ihrem Standort aus eine direkte Sichtverbindung zum Schornstein und den dortigen Sende- und Em pfangsanlagen besteht. Derzeit stehen somit in den Ortsteilen Domsdorf, Wildgrube und Schilda diese breitbandigen Internetzugänge zur Verfügung. Weitere Ortsteile werden nach und nach einbezogen. Für alle Bereiche, bei denen diese notwendige Sichtverbindung durch Wald, Bebauung oder anderes gestört ist, müssen Lösungen zur Umleitung der Richtfunkstrecke geschaffen werden.

»Louise« bereits am Netz

LKG bietet seinen Kunden nach eigenen Angaben generell Zugänge mit 6 MBit/s im Download und 512 kbit/s im Upload zur Verfügung gestellt. Für Geschäftskunden werden auch höhere sowie symmetrische Bandbreiten angeboten. Die Büroräume an der »Louise« sind bereits seit einigen Tagen an das neue Funknetz angeschlossen und verfügen so über eine schnelle und stabile Internetleitung - mit bis zu 6 MBit im Download (DSL 6000) sowie 512 kbit/s im Upload.

Die Lausitzer Kabelbetriebsgesellschaft mbH wird laut Staatskanzlei an den Standorten Mühlberg, Plessa, Uebigau, Ruhland, Drebkau, Schwarze Pumpe, Spremberg und Forst einen wesentlichen Teil der Internet-Versorgung im Süden Brandenburgs übernehmen. red/bl
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Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 07 Jan 2011 21:27 #163

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Im aktuellen Amtsblatt kann man im "Vorwort" von Amtsdirektor Thilo Richter lesen:
"[..]Erfolgreich waren die Bemühungen in Merzdorf, schnelleres Internet anzubieten. Für die Gemeinde Großthiemig erfolgten letztes Jahr die Weichenstellungen und in diesem Jahr wird ein Anbieter sein Angebot präsentieren.[..]"

Weiß da jemand Genaueres ?
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Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 08 Mai 2011 12:54 #175

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Zum aktuellen Stand der Dinge:
laut AD T.Richter ist sowohl mit dem Antennenverein sowie mit der Kirche alles geklärt.
Momentan klemmts wohl in irgendeiner Behörde in Potsdam. Ein (fern)mündliches OK gibt es wohl, lediglich die schriftliche Zusage läßt auf sich warten

Herr Richter will hier erneut nachhaken.
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Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 29 Okt 2011 20:52 #192

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Scheinbar gibt immer noch nicht schriftliches. Zumindest hat man über das Thema lange nicht gehört oder gelesen.

Anders bei der Bundesregierung: die gibt dank FDP ihre Breitbandpläne auf:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolit...,1518,794425,00.html

Der Landkreis hat sich dafür vor Kurzem mit einer "Machbarkeitsstudie" zu Wort gemeldet: www.lausitzecho.de/de/politik/konzept-fu...vorgelegt_02212.html.
Das "Studie" selbst dazu gibts hier.

Die Ergebnisse der "Studie" kann man meiner Meinung nach in Frage stellen !

S.5:"Von Oktober 2010 bis Januar 2011 wurde der Bedarf nach Breitbandanschlüssen im Landkreis Elbe-Elster erhoben. Dabei wurden neben der Erhebung über Papierfragebögen auch das Portal www.jetztansnetz.de zur Erfassung der Breitbandbedarfe verwendet."
Weder ich noch alle, mit denen ich darüber gesprochen habe, haben etwas von Papierfragebögen o.ä. gehört.
Das genannte Portal scheint auch eher unbekannt zu sein. Im Netz ist so gut wie nichts darüber zu finden. Verschiedene Statistik-Seiten sagen, die Seite hätte so um die 500 Besucher pro Monat (grossthiemig.info hat "etwas" mehr ). Mal davon abgesehen ist der Ersteller der Studie auch gleichzeitig Betreiber des Portals
Alles in allem scheinbar eine heimliche Befragung von wem auch immer ^^

S.5 "Darüber hinaus beinhaltet die Erhebung auch die Ergebnisse der bereits von den Kommunen durchgeführten Bedarfserhebung."
Glaub ich jetzt auch eher weniger. Auf S.12 wird behauptet, in Großthiemig hätte es jeweils nur 1 (eine !) Bedarfsmeldung im privaten und im gewerblichen Sektor gegeben !
Ich weiß, daß in der 2009 durchgeführten Bedarfsabfrage mindestens 3 Haushalte Bedarf angemeldet haben.

In der Grafik auf S.32 (und einigen weiteren) wird behauptet, Großthiemig wäre mit 2-6 MBit angebunden. Ich weiß von einigen mit 1,5 MBit, vielen mit max. 1 MBit und einigen, bei denen bei 512-768 kBit Schluß ist.
Ich selbst bin froh über 1 MBit. Die Telekom wollte mich schon mal auf 768 kBit runterdrehen, weil angeblich zu weit weg.
Mehr ist schon aufgrund der auf S.18 dargestellten Abhängigkeit von Bandbreite zu Entfernung nicht möglich.

Das vielgepriesene LTE kommt in Großthiemig dann wohl auch nicht in Frage. Einziger Anbieter mit entsprechender Technik in der Nähe wäre die Telekom. Und die sagt dazu: "Leider ist Ihr Standort in der kurzfristigen Ausbauplanung für Call & Surf Comfort via Funk noch nicht berücksichtigt. An Ihrer Adresse ist jedoch DSL verfügbar."

Interessant wäre, was den Steuerzahler in EE diese zweifelhafte "Studie" gekostet hat
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Benjamin Franklin
Letzte Änderung: 29 Okt 2011 21:03 von mschmoller.

Aw: Anmerkungen zu "DSL-Bedarfsermittlung im Amt ...." 10 Nov 2011 16:50 #194

  • mschmoller
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Hier noch die Antwort von Herrn AD Richter auf die Nachfrage nach dem Stand der Dinge in Großthiemig:
In der letzten GVV habe ich zum aktuellen Stand berichtet: nach Auskunft des Investors gab es Lieferverzögerungen für die Spiegel, welche das Signal von der Richtfunkstrecke weg innerhalb des Ortes verteilen sollen. Ich bin optimistisch, das es offiziell im November/Dezember dann weitere Informationen (Tarife, etc. ) gibt.
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