LR: In Großthiemig: „Hilf mir, es selbst zu tun“

Lausitzer RundschauUm den Eltern die Entscheidung bei der Wahl der Schulform zu erleichtern, öffnete die Evangelischen Schradengrundschule am vergangenen Wochenende ihre Türen.

 

Auf den ersten Blick ist alles, wie bei jeder anderen Grundschule, auch. Man musste schon etwas genauer hinsehen, um die Unterschiede zu erkennen.

Beeindruckend war für die Besucher die Vielfalt der Arbeitsmaterialen. „Und genau das ist gewollt. Unsere Schüler werden nach dem Motto ,Hilf mir, es selbst zu tun’, das Maria Montessori geprägt hat, unterrichtet“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Andrea Ackermann. Im Gegensatz zu den staatlichen Schulen werde jahrgangsgemischt in kleinen Schülergruppen gearbeitet.

So seien zum Beispiel in der 1. Lerngruppe Schüler der Jahrgangsstufe 1 und 2. Die Älteren würden den Jüngeren helfen und dabei gleichzeitig ihr Wissen festigen. „Grundlage ist der gleiche Rahmenplan wie in den staatlichen Schulen. Wir erfüllen ihn nur mit anderen Methoden und Materialien“, so die stellvertretetende Schulleiterin. Der Unterricht erfolge nicht nach einem fest vorgegebenen Stundenplan, sondern im Block nach einem individuellen Wochenplan. Interessant sei auch, dass die Eltern zu 20 Stunden Elternarbeit pro Schuljahr verpflichtet werden. Kinder, die diese Schule besuchen wollen, müssen vor der Einschulung einen einwöchigen „Schnuppertest“ absolvieren.

Auch der von den Schülern organisierte Flohmarkt, die Beaufsichtigung und die Beschäftigung der Geschwister bei Spielen und bei Bastelarbeiten, wurden von den Eltern am Tag der offenen Tür gelobt.

Wolfgang Kniese

Lausitzer Rundschau

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