LR: Vier Einsätze im vergangenen Jahr

Lausitzer RundschauAuf ein bewegendes Jahr hat Jens Morawe, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Großthiemig, bei der Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. Auch das quälende Nachwuchsproblem der Wehr kam zur Sprache.

Als Gäste begrüßte Jens Morawe den Amtsbrandmeister, den Amtsdirektor des Amtes Schradenland, den Bürgermeister der Gemeinde, die Gemeindevertreter, den Revierpolizisten, die Leiterin des Ordnungsamtes des Amtes Schradenland und den Gemeindearbeiter. Seine Bilanz: „Das Jahr 2009 war für eine so kleine Wehr wie die Großthiemiger ein doch recht bewegendes. Wir wurden zu vier Einsätzen gerufen. So rückten wir zur Bekämpfung eines Großbrandes in der Firma Porgy Schweinezucht und Mast in Gröden aus. In der Ferkelaufzuchtanlage brannte ein Stallgebäude. Obwohl alle Wehren des Amtes im Einsatz waren und das Zusammenspiel gut klappte, konnte nicht verhindert werden, dass Ferkel verbrannten und Teile der Anlage beschädigt wurden. Weiterhin wurden wir zur Bekämpfung eines Brandes im Wald und zweimal zur Beseitigung einer Ölspur gerufen.“

Da Helfen können Wissen und Fähigkeiten voraussetzt, nutzten die Großthiemiger unterschiedliche theoretische und praktische Weiterbildungsveranstaltungen. Genannt wurden unter anderem die Maschinisten-, Gruppenführer- und die Motorkettensägenausbildung sowie die praktische Ausbildung zur technischen Hilfeleistung.

Darüber hinaus kamen die Kameraden auch bei Veranstaltungen zum Einsatz. Der Höhepunkt war die Gestaltung des Tages der offenen Tür anlässlich des 85-jährigen Bestehens der FFw Großthiemig. Aber auch bei anderen Festivitäten wie dem Topfmarkt, dem Fest der Vereine, dem Badfest, dem Weihnachtsmarkt und dem Musikfest in Hirschfeld waren die Kameraden präsent.

Julia Weber, die Verantwortliche für den Großthiemiger Feuerwehrnachwuchs und Ausbilderin der Amtsjugendfeuerwehr des Amtes Schradenland, berichtete von den Erfolgen bei der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Besonders bedankte sie sich bei allen Kameraden der Wehr, dem Revierpolizisten, dem Bürgermeister und dem Amtsdirektor für die tatkräftige Unterstützung bei ihrer Arbeit.

In der sich anschließenden Diskussion zum Rechenschaftsbericht machte Siegfried Ziegenbalg seinem Herzen Luft. Er sprach das leidige Problem des Nachwuchses deutlich an. „Der Altersdurchschnitt unserer Kameraden ist zu hoch. Ich befürchte, dass, ehe der Nachwuchs aus den Reihen der Amtsjugendfeuerwehr zum Einsatz kommen wird, in der Großthiemiger Wehr das Licht ausgeht.“ Jens Morawe schilderte daraufhin, wie er das Problem in den Griff bekommen möchte. So hatte er an alle 16- bis 30-jährigen Bürger Einladungen zu persönlichen Gesprächen verschickt. Keiner der Angeschriebenen hätte jedoch darauf reagiert. Nun wolle er die Bürger zu Schnupperstunden einladen, um sie für die Mitarbeit in der Wehr zu gewinnen.

W. Kniese

Lausitzer Rundschau

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